„Bergdoktor“ Hans Sigl räumt mit hartnäckigem Irrtum auf
Hans Sigl ist so überzeugend in seiner Rolle als „Bergdoktor“, dass Fans ihn fast ausschließlich damit assoziieren. Dies führt zu einer Missinterpretation.
Ellmau – Zur Schauspielerei gehört auch, dass Darsteller manchmal privat mit ihrer Rolle verwechselt werden. Bei „Bergdoktor“-Darsteller Hans Sigl (55) geht das allerdings so weit, dass er nun noch einmal Aufklärung schaffen musste. Tatsächlich betrachtet der charismatische Steirer das Missverständnis als Kompliment.
Hans Sigl: Seit 2008 überzeugend in der Rolle als Arzt beim ZDF-„Bergdoktor“
Seit 2008 mimt Schauspieler Hans Sigl im ZDF den „Bergdoktor“. In der Arztserie spielt er Praxisinhaber Martin Gruber, der mit seiner Familie im österreichischen Ellmau umringt von Bergen am Wilden Kaiser lebt.
Das Familienidyll mit Serientochter Lilli (Ronja Forcher, 28) und Mutter Lisbeth (Monika Baumgartner, 73) wird das ein oder andere Mal von dramatischen medizinischen Notfällen oder von privaten Liebesdramen getrübt.
Als Privatperson hat Hans Sigl unterdessen mit seinen Eltern gebrochen. Nun starb Hans Sigls Vater, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt hatte.
In seiner Rolle als „Bergdoktor“ fühlt sich Hans Sigl sichtlich wohl, bis zur 20. Staffel im Jahr 2026 wolle er auf jeden Fall dabei bleiben, wie er kürzlich bestätigte.
Den Mediziner verkörpert er offenbar so gut, dass einige Zuschauer glauben, der Steirer sei wirklich Mediziner. Im NDR 2-Videointerview sagte er darauf angesprochen: „Tatsächlich werde ich immer wieder mal gefragt, ob ich nicht zumindest Medizin studiert hätte“, so der 55-Jährige. Das freue ihn, weil es seiner Rolle eine gewisse Glaubwürdigkeit verleihe. Er stellt aber noch einmal klar: „Ich bin kein Arzt.“
Hans Sigl rettete auch privat schon Menschenleben
Dem ZDF erzählte Sigl im Interview, er werde von Fans auf der Straße auch mit „Hallo Bergdoktor“ angesprochen, obwohl er auch in anderen Rollen im deutschen Fernsehen zu sehen ist. Gerade erst war er im ZDF-Krimi „Flucht aus Lissabon“ und im ARD-Thriller „Mordlichter-Tod auf den Färöer Inseln“ zu sehen.
Nach 18 Jahren sitze das Fachvokabular aus dem „Bergdoktor“ allerdings perfekt, so Sigl. Das habe er auch seinem Lateinlehrer aus Schulzeiten zu verdanken. In Notsituationen immer wieder abfragen und auffrischen, was zu tun ist, habe sein Wissen zur Lebensrettung gefestigt.
Das empfiehlt er auch allen Zuschauern und Fans: „Frischen Sie den Erste-Hilfe-Kurs auf! Scheuen Sie nicht davor, einzugreifen. Und wenn es ganz hart auf hart kommt, dann bei fehlenden Vitalzeichen auch in die Wiederbelebung zu gehen“, so Sigl.
So konnte der Schauspieler privat tatsächlich schon mehrfach eingreifen und womöglich Leben retten. Hans Sigl half einst einer Frau, die in einem Markt plötzlich ohnmächtig wurde. Verwendete Quellen: Instagram/ndr2, presseportal.zdf.de